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Brandenburgische Schlösser brauchen Hilfe!


 

Gemeinnützige Betriebsgesellschaft saniert mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wertvolle Bauten und historische Gärten.


Schloss Doberlug-Kirchhain Sudermannhaus in Blankensee 01 Sudermannhaus in Blankensee 02

Mehr als 500 Schlösser und Herrenhäuser sind ein besonders prägendes Merkmal der Kulturlandschaft Brandenburgs. Sie sind fast immer eingebettet in weitläufige historische Parkanlagen und Gärten. Viele dieser Schlossanlagen sind erhalten geblieben, wenn auch in oft schlechtem baulichem Zustand. Als Zeugnisse Deutscher und Europäischer Geschichte und Baukunst legen sie der lebenden Generation die Verpflichtung auf, diese kulturhistorisch oft bedeutenden Zeitzeugen für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Die Eigentümer, vielfach Gemeinden, Kreise und das Land Brandenburg, sind wegen des enormen Finanzbedarfs oftmals nicht in der Lage, die erforderlichen Mittel für die Sanierung und die anfallenden Unterhaltskosten aufzubringen. Private Interessenten ziehen nicht selten ihre Kaufabsichten zurück, da sie Auflagen des Denkmalschutzes fürchten.

Im Dezember 1992 entschlossen sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn und die Landesregierung Brandenburg, eine gemeinnützige Gesellschaft zu gründen.
Als Vorbild der "Brandenburgischen Schlösser GmbH" (BSG) dient die Arbeit des "National Trust" in Großbritannien. Unsere Arbeit soll für Deutschland Modellcharakter haben. Aufgabe der Gesellschaft ist es, die denkmalgerechte Sanierung, Erhaltung und Pflege von Herrenhäusern und Schlössern mit den dazugehörigen Parkanlagen zu organisieren sowie für den langfristigen Erhalt der Anlagen zu sorgen.

Nach mehr als 15 Jahren intensiver Tätigkeit auf dem Gebiet der Sanierung denkmalgeschützter Schlösser, Herrenhäuser und historischer Parkanlagen, kann die BSG ein durchaus erfolgreiches Resümee ziehen. Insgesamt wurden Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an 18 Schlössern und Herrenhäusern durchgeführt.
Es sind Denkmale, die in ihren Dimensionen nicht mit den Preußischen Königsschlössern vergleichbar sind; dennoch sind sie von großer baugeschichtlicher und künstlerischer Qualität und gehören zweifelsfrei zum kulturell bedeutsamen Erbe des Landes. Ein Großteil der Schlösser befinden sich im Eigentum der BSG und werden auch von dieser verwaltet.
Diese sind:

Darüber hinaus sicherte und sanierte bzw. saniert die BSG als Dienstleister folgende Objekte:

Von großer Bedeutung für die Erfüllung unserer Aufgaben ist selbstverständlich auch die finanzielle Basis der BSG. Für eine Grundsanierung ist entsprechend dem baulichen Zustand und der Größe der Objekte mit Sanierungskosten zwischen 5 und 15 Mio. Euro zu rechnen. Die langfristige Sicherung und Sanierung der Schlösser ist aber nur ein Teil unserer Aufgaben. Das Suchen nach einem Nutzer, der die denkmalverträgliche Nutzung des sanierten Objektes gewährleistet, ist fast eben so wichtig.

Die langfristige sinnvolle Nutzung der Liegenschaften hat große Priorität. Da die Sanierungskosten nicht zurückgefordert werden, sind wir in der Lage, die Objekte zu sehr günstigen Konditionen anbieten zu können. Quadratmeterpreise von 5,50 € sind da eher ein Mittelwert. Durch einen günstigen Mietpreis wird die wirtschaftliche Nutzung oft erst ermöglicht und dadurch auch der langfristige Unterhalt der Schlösser und Parkanlagen. Ein weiterer positiver Aspekt der Tätigkeit der BSG ist die Wirtschaftsförderung.

Durch lohnintensive Handwerkerleistungen an denkmalgeschützten Schlössern und Parkanlagen wird der Arbeitsmarkt in strukturschwachen Regionen gestärkt.

Beispielhaft für die Arbeit der BSG sind die Schlösser in Blankensee und Diedersdorf.
In dem Blankenseer Adelssitz aus dem 18. Jahrhundert – vor der Wende als Kindergarten, Schulungsheim und Bürgermeisterei genutzt – lebte zu Beginn des letzten Jahrhunderts der angesehene Schriftsteller Hermann Sudermann, der dem barocken Landschloss einen mit vielen Marmorfiguren geschmückten "Italienischen Garten" anfügte.
Schloss Blankensee wird zurzeit als Hotel und Tagungsstätte genutzt.

Schloß Diedersdorf, Landsitz aus dem 18. Jahrhundert, wurde zu Zeiten der DDR als Wohnraum, Arztpraxis und Kindergarten genutzt. 1994 wurde das Schloss von der BSG übernommen, bis 2002 saniert und dann an die jetzigen Nutzer übergeben. Seither wird die Liegenschaft von verschiedenen Dienstleistern, wie Steuerberatern, Rechtsanwälten, EDV Spezialisten sowie von Arbeitsvermittlern genutzt.
Von der BSG wurden folgende Schlösser und historische Gebäude mit den dazugehörenden Parkanlagen bereits fertiggestellt und einer neuen Nutzung zugeführt:

Darüber hinaus saniert die BSG derzeit die Schlösser in Altdöbern, Dahlwitz-Hoppegarten, Doberlug, Freyenstein, Großkmehlen, Groß Rietz und Lieberose.


 
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