Schloss Wiepersdorf
Bezeichnung, Anschrift
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Bettina-von-Arnim-Str. 13
14913 Wiepersdorf
Ansprechpartner
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Liegenschaftsabteilung Potsdam
Breite Straße 9, 14467 Potsdam
Web: www.schloss-wiepersdorf.de
Lage
Schloss Wiepersdorf liegt zwischen Jüterbog (20 km) und Luckau (35 km) südlich von Luckenwalde (30 km)
in einer reizvollen, sehr ländlichen Umgebung.
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Allgemein
Wiepersdorf, am östlichen Fläming in der Nähe von Jüterbog gelegen, bildete mit
weiteren sechs umliegenden Dörfern das Ländchen Bärwalde. Es wurde erstmals 1160 urkundlich
erwähnt, war 1652 unter böhmischer Herrschaft wüst und wechselte nach Aufhebung der preußischen
Lehnshoheit 1742 mehrfach den Besitzer. Heute gehört Wieperdorf zur Gemeinde Niederer Fläming.
Die Dorfstruktur ist geprägt durch das Schloss Wiepersdorf mit seinem weitläufigen
Park und einer Dorfkirche aus dem Spätmittelalter. Der Fläming-Skate und der Rotkäppchen-Wanderweg
Verknüpfen die Schlossanlage mit den gut erschossenen weitläufigen Erholungsgebieten des Flämings.
Schloss Wiepersdorf wurde 1734 durch den Königlich Preußische Major Gottfried Emmanuel von
Einsiedel auf einem bestehenden Herrenhaus, welches durch die Familie derer von Leipzig im 15.
Jhd. erbauen ließen, errichtet. Zuvor hatte von Einsiedel die Ländereien des Ländchens Bärwalde
als preußische Exklave auf sächsischem Gebiet aufgekauft. Der verputzte Bau wies einen schlichten,
rechteckigen sowie barocken Körper unter einem Mansardwalmdach auf. Es bildet noch heute das Hauptgebäude
des Schlosses. In einem Kellerraum sind Spuren des Vorgängerbaus ablesbar erhalten.
1755 wurden zwei separate Flügelbauten errichtet.
1780 erwarb Kammerherr Joachim Erdmann von Arnim das Ländchen Bärwalde und Schloss Wiepersdorf.
1784 ließ er die Flügelbauten mit dem Haupthaus verbinden. Ludwig Achim von Arnim, der spätere Dichter
wurde dort 1781 geboren und lebte bis zu seinem Tode 1831 ausschließlich im Schloss Wiepersdorf.
1844/45 kaufte Freimund von Arnim das Anwesen und ließ es renovieren. Sein Sohn Achim von Arnim,
ein Maler, verlängerte das Gebäude anstelle des Seitenflügels um 3 Achsen. Ein geräumiges Atelier wurde darin
untergebracht, welches durch ihn selbst ausgestaltet wurde. Es dient heute als Museum.
1888 wurde die Orangerie als halbrunder neobarocker Bau mit Pilastergliederung, Konchen und Attika
mit Vasenschmuck errichtet.
Schlosspark und das Achim von Arnim Museum können besichtigt werden.
Durch eine langfristige Nutzung als Künstlerschloss ist diese historische Schloss- und Parkanlage
Künstlern und kunstinteressierten Personen vorbehalten.